10 Ideen – 21 Tage: Ein Erfahrungsbericht zum Kreativitätstraining

Marina Bierbrauer von movingtexts war eine der Ersten, die das kostenlose Kreativitätstraining „10 Ideen – 21 Tage“ ausprobierte. Hier ist ihr Erfahrungsbericht.

Als freiberufliche Texterin und Content Managerin übe ich einen kreativen Beruf aus. Menschen in kreativen Berufen sind doch automatisch immer kreativ, oder? Dieser Gedanke kommt natürlich schnell in den Sinn, doch so einfach ist es nicht (immer).

Auch ich als „Kreative“ habe Momente und Tage, an denen die Kreativität nicht einfach so sprudelt und an denen ich nicht vorankomme. Auch mich kostet es – mal mehr und mal weniger – Arbeit und Energie, mir Neues auszudenken und produktiv zu sein. In diesem Zusammenhang war das kostenlose Kreativitätstraining für mich eine sehr gute Möglichkeit, im Training zu bleiben. So konnte ich meine Kreativität fördern und für meinen Erfolg nutzen – beruflich wie privat.

Überlegst du, ob du dich für das Training anmelden solltest? Dann ist dieser Erfahrungsbericht zum Kreativitätstraining eine kleine Entscheidungshilfe für dich.

10 Ideen – 21 Tage: So läuft es ab

Nach der Anmeldung erhältst du neben einer Begrüßungsmail alle fünf Tage eine E-Mail mit den Themen für die nächsten fünf Tage. Jeden Tag pickst du dir ein Thema heraus und findest dafür zehn Lösungen bzw. Antworten. Wichtig dabei ist:

Jeden Tag genau ein Thema.
Jeden Tag (mindestens) zehn Lösungen.
Ohne Ausnahme.

Zum Ablauf dieses Kreativitätstrainings möchte ich an dieser Stelle gar nicht so viel erzählen. Wenn du dazu noch mehr wissen möchtest, schau dich mal hier um:

Mit der 10-Ideen-Methode die eigene Kreativpower entfachen

Wie Sie Ihre Kreativität beim Suchen von Lösungen entfesseln

FAQ zum Training

Was ist eine Idee? Was ist ein Thema?

Das Thema ist deine Tagesaufgabe. Das kann z. B. eine Frage oder ein Problem bzw. eine Problemstellung sein.

Eine Idee ist deine Antwort oder Lösung für das Thema, eine Alternative, ein neuer Gedanke, ein To-Do…

Ganz wichtig beim Finden von deinen Ideen ist, dass du sie nicht dahingehend bewerten musst, ob sie „gut“ oder tatsächlich machbar sind. Schreibe viel mehr alles, was dir in den Sinn kommt, auf. Das Ziel des Trainings ist es ja, die Kreativität bei der Lösungsfindung zu schulen, und das funktioniert nur, wenn wir auch Gedanken zulassen, die uns erst einmal abwegig erscheinen.

Meine Erfahrungen während des 21-Tage-Kreativitätstrainings

Die ersten Tage musste ich mich noch daran erinnern, nicht zu vergessen, meine 10 Ideen des Tages aufzuschreiben. Was völlig normal ist, da es eine Tätigkeit war, die sonst nicht zu meinem gewohnten Tagesablauf gehörte. Wie bei jeder neuen Gewohnheit muss man anfangs Energie aufwenden, diese auch tatsächlich durchzuführen, bis man es irgendwann scheinbar automatisch macht.

So erging es mir auch bei dem Training: Nach etwa 4-5 Tagen hatte ich mir angewöhnt, direkt morgens nach dem Aufstehen (bzw. nachdem ich mir einen Kaffee gekocht und meine Katze gefüttert hatte) meinen Laptop aufzuklappen und die Tagesaufgabe zu bearbeiten. Somit hatte ich etwas Neues als Teil meiner Morgenroutine entwickelt. Und ich bin überzeugt, dass es für den Verlauf des übrigen Tages nur positive Effekte haben kann, wenn man den kreativen Bereich seines Gehirns direkt morgens startet.

Das heißt natürlich nicht, dass du das Kreativitätstraining nicht abends oder zu irgendeinem anderen Zeitpunkt des Tages machen kannst oder sollst. Hier muss jeder den für sich optimalen Zeitpunkt finden. Jedoch halte ich es für vorteilhaft, sich einen festen Zeitpunkt dafür zu reservieren – auch damit man es nicht vergisst. Eine Erinnerung im Handy kann in den ersten Tagen nicht schaden.

Bei der konkreten Ideenfindung sind mir zwei Aspekte aufgefallen:

  1. Manche Themen fallen leichter als andere. Das ist nicht verwunderlich. Es gibt Themen, die deinen Alltag direkt betreffen, die dich sehr interessieren, mit denen du dich bereits beschäftigt hast. Mit anderen Themen wiederum hatte man bisher keine Berührungspunkte. Vielleicht spielen sie weder jetzt noch in der Zukunft eine große Rolle in deinem Leben. Natürlich fallen die Antworten für die erste Kategorie wesentlich leichter.
  2. Die ersten 3-5 Ideen gehen schnell, dann wird es schwieriger. Die ersten Ideen sind mir bei den meisten Themen sofort und ohne viel Überlegen eingefallen und ich habe sie einfach runter geschrieben. Zu kaum einem Thema ist mir spontan gar nichts eingefallen. Dann wird es meistens schwieriger, denn man „muss“ ja schließlich 10 Ideen generieren.

Diese beiden Aspekte sind meiner Meinung nach diejenigen, bei denen der Effekt des Trainings – neben dem Punkt, seine Kreativität regelmäßig zu trainieren, um somit das Finden von kreativen Ideen automatisch abrufen zu können – einsetzt. Die ersten Antworten sind eher die „Standardantworten“, das, wie man etwas immer macht bzw. bisher üblicherweise gemacht hat. Spätestens danach aber muss man kreativ werden, um weitere Ideen, abseits von dem, was man sonst tut, zu entwickeln. Das trainiert die Kreativität und führt zum Ziel des Trainings: neue, kreative und innovative Ideen und Lösungen für Themen / Probleme zu finden.

Das konnte ich aus dem Training mitnehmen

An dieser Stelle möchte ich nichts Konkretes beschreiben, da ich sonst einige Themen bereits im Vorfeld verraten müsste. Da du die Themen erst während des Trainings erfahren sollst, halte ich mich hier allgemein. Was ich hier erwähne, betrifft sowohl private als auch berufliche Bereiche.

Zum einen habe ich verschiedene Punkte schriftlich festgehalten, die mir oftmals schon bewusst waren oder die ich schon länger umsetzen wollte, es aber bisher nicht getan habe. Hier wurde mir auch erneut bewusst, wie wichtig es ist, Ziele schriftlich festzuhalten und ihre Umsetzung zu konkretisieren, anstatt sie nur immer wieder im Kopf durchzuspielen. Das ist ein äußerst wichtiger Schritt, um ins Handeln zu kommen. Zudem musste ich mir für diese Themen mehr Lösungen einfallen lassen, als ich bisher hatte. Somit habe ich nun eine Liste von konkreten Ideen, die ich praktisch umsetzen möchte.

Zum anderen haben mich einige Tagesaufgaben zur Selbstreflexion inspiriert. Einige der Themen veranlassen dich, über dich selbst nachzudenken. Das hat mir dabei geholfen, mir vor Augen zu führen, was mir wirklich wichtig ist, wo meine Interessen liegen, wo in diesen Bereichen noch Luft nach oben ist und auch, was ich dafür genau tun kann. Das hat mich sehr positiv überrascht.

Und nach dem Training?

Es wird empfohlen, ein paar Tage Pause einzulegen, um die Gedanken zu ordnen. Am besten nutzt man diese Zeit, um seine Themenliste zu priorisieren und neue Ideen / Themen nieder zu schreiben.

Sehr gut fand ich – neben den motivierenden und inspirierenden E-Mails mit den Themen -, dass etwa eine Woche nach Ende des Trainings eine kleine Erinnerungsmail kam. Die Gefahr, dass man das Training zwar drei Wochen lang fleißig absolviert, aber danach einfach wieder aufhört, besteht durchaus. Die Mail gibt dir wieder einen kleinen Anstoß, dran zu bleiben. Außerdem bietet Hubert Hell wenn gewünscht auch seine persönliche Unterstützung an.

Grundsätzlich hast du nach dem Kreativitätstraining drei (bzw. vier) Möglichkeiten:

  1. Du machst nichts. Dann hast du ein paar Wochen lang deine Kreativität trainiert und vermutlich hält der Effekt auch noch eine Weile an. Aber er wird bald nachlassen, denn wir haben gelernt, dass wir dann am besten in etwas sind, wenn wir es auch regelmäßig benutzen bzw. trainieren.
  2. Du erstellst dir eine Liste mit weiteren Themen bzw. Tagesaufgaben und findest auch dazu jeden Tag 10 Lösungen bzw. Ideen. So trainierst du deine Kreativität weiterhin konstant. Das wird sich definitiv positiv bemerkbar machen, da du auch in anderen Situationen deines Alltags automatisch kreativ denken wirst.
  3. Du suchst dir eine oder mehrere der Ideen, die du während des Trainings entwickelt hast, heraus und setzt diese tatsächlich um. Vielleicht ist dir etwas eingefallen, was du ohnehin schon länger machen wolltest oder dir ist eine Lösung eingefallen, wie du es machen kannst. Dann warte nicht lange, jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür!
  4. Eine Mischung aus 2. und 3. Aber überfordere dich nicht, indem du zu viel auf einmal machst. Besser ist es, sich einer Aufgabe zu widmen und anschließend die nächste anzugehen.

Bei mir ist es der dritte Punkt, um den ich mich kümmern möchte. Ich habe einige mir wichtige Punkte auf meiner Liste stehen – sowohl neue als auch schon zuvor da gewesene -, die ich nun nach und nach umsetzen möchte.

Fazit: Was du daraus machst, liegt an dir! Fordert das Kreativitätstraining heraus? Auf jeden Fall! Ob und wie du dieses erweckte Potenzial zukünftig für dich nutzt, liegt in deiner Hand.

Möchtest du mehr über mich erfahren? Dann schau doch mal auf meiner Website vorbei!

Marina Bierbrauer - movingtexts. Inhalte, die bewegen.
Ein Erfahrungsbericht zum Kreativitätstraining 10 Ideen - 21 Tage.

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